Imkerverein Versmold

Oktober/November

Arbeiten am Bienenstand in den Monaten Oktober & November

Die Anzahl der Bienen in den Völkern nimmt immer mehr ab, bis nur noch die Königin und die langlebigen Winterbienen übrig sind und die Volksstärke sich bei etwa 10.000 - 30.000 Tieren einpendelt. Für den Imker gibt es in den Monaten Oktober und November eigentlich am Bienenstand nichts zu tun, sofern die Völker gesund sind. Bis auf ganz gelegentliche Stichproben lässt man die Tiere am besten in Ruhe in die Winterruhe gehen.

Wichtig ist Ende Oktober oder spätestens Anfang November, die Fluglöcher der Völker gegen das Eindringen von Mäusen zu schützen. Vor allem Spitzmäuse schlüpfen in der kalten Jahreszeit gerne in Bienenbeuten um von der höheren Innentemperatur und dem reichhaltigen Nahrungsangebot zu profitieren. Die Bienen fühlen sich durch diese Besuche gestört, lösen sich aus der Wintertraube - der Kugel, zu der sie sich bei Temperaturen unter 8 °C zusammenziehen - und der andauernde Stress sowie ein größerer Futterverbrauch erhöhen die Gefahr, dass das Volk den Winter nicht überlebt.

Zum Schutz gegen Eindringlinge sollten die Fluglöcher entweder mit Mäuseschutzkeilen aus Holz versehen werden, die nur einen schmalen Schlitz frei lassen, oder mit einem Mäuseschutzdraht mit einer Maschenweite zwischen 6 und 8 mm versperrt werden. Eine größere Maschendrahtweite bzw. Höhe des Einflugschlitzes als 8 mm sollte nicht gewählt werden, weil gerade Spitzmäuse durch diese schmalen Lücken durchschlüfen könnten.

Falls die Völker schon im November total Brutfrei sind, kann schon jetzt mit der letzten Varroabehandlung begonnen werden. Diese ist im Monatshinweis Dezember genauer beschrieben.